Baukunst in Baden
  Haslach Stadthaus (11)
 



ein Bild

 

Stadthaus (ursprüngl. Palais der Baronin Josephine von Kraft) in Haslach (Landkreis Ortenau)   /   1821

Archaischer Ausdruck von Kraft. Körperhaft, wuchtig und fast bar jeder Details wähnt man sich Jahrhunderte vor Ionern und Doriern!
     Das Gebäude ist die einfachste weiße "Kiste", Fenster und Türen, von Sandsteinrahmen gefasst, wirken ob ihrer in der mittleren Partie nicht fluchtenden Anordnung beinahe wie "notdürftig" gesetzt. Die große Geste besorgt das sich kraftvoll aufspannende Dach, das schwer auf dem rechteckigen Grundkörper lastet. Blickfang wird die große Gaube mit Dreiecksgiebel, einem steilen Giebel, der spürbar die gleiche Neigung besitzt wie das Hauptdach über dem zäsierenden Knick. Man beachte an beiden das fast einzige Detailmotiv der Balkenköpfe: unregelmäßig "gestreut" wirken sie funktional als sichtbare Konstruktion und nicht wie seit Ionern und Doriern als das Gebäude veredelnde Elemente — gerade auch in diesem Punkt besitzt das Haus seinen archaischen Ausdruck. Schön die beiden aufstrebenden Kamine, deren Verteilung auf zwei Dachflächen (vorne und hinten) wiederum eigentümlich unausgewogen wirkt.
     Das einzige wirklich veredelnde Detail bildet das aber auch wieder merkwürdige ellipsoide Fenster im Giebel.
     Das Gebäude ist gewiss keine Schönheit, dafür aber von markanter "Urwüchsigkeit".
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Quellen
1) das Bauwerk selbst - Stilmerkmale und Wirkungen; Betrachtung des Gebäudes vor Ort
2) örtliche Informationstafel


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